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Alles, was du über UV-Filter wissen musst

Mineralisch versus Chemisch, steigende Hautkrebsfälle – Was schützt mich denn nun vor UV-Strahlung?

UV-Filter sind die Wirkstoffe in einer Sonnencreme, die die schädlichen Auswirkungen von UV-Strahlung – Hautalterung und schließlich Hautkrebs – verhindern. Was sollte man über sie wissen?

UV-Strahlung ist vielseitig

  • UV-Licht besteht aus verschiedenen Wellenlängen, die in die Kategorien UVA, UVB und UVC eingeteilt werden.
  • UVC-Strahlung ist hoch energiereich und kurzwellig. Sie wird zum Glück von der Ozonschicht ferngehalten.
  • UVB-Strahlung wird zwar größtenteils auch von der Ozonschicht abgehalten. Es kommt jedoch noch Einiges bei uns an und ist für Sonnenbrand und den schwarzen Hautkrebs verantwortlich,
  • UVA-Strahlung kommt voll bei uns an und ist für die Hautalterung (Anti-Age) und den hellen Hautkrebs verantwortlich. Sie ist zwar nicht so energiereich wie die UVB-strahlung, dringt jedoch tiefer in unsere Haut ein.
  • Man benötigt verschiedene UV-Filter für den optimalen Schutz.
    UV-Filter wirken oftmals in einem bestimmten Wellenbereich des UV-Spektrums. Deshalb kommen meistens Kombinationen aus verschiedenen Filtern zum Einsatz. Ihr primärer Wirkmechanismus ist die Absorption.

Ein guter Sonnenschutz…:

  1. …schützt sowohl vor UV-B- als auch vor UV-A-Strahlen.
    1. Der Lichtschutzfaktor auf der Perpackung gibt an, wie wirksam die UV-Filter vor dem UVB-Licht schützen (LSF 15, 30, 50).
    2. Damit die Haut auch im Alter noch ihre Spannkraft erhält ist, sollte deine Sonnencreme auch vor UVA-Strahlung schützen. Achte dabei einfach auf das UVA-Symbol, das auf der Verpackung abgebildet ist. Wenn es in einem Kreis steht, hat das Produkt zumindest ein Drittel des LSF als UVA-Schutz (Sonnencreme mit LSF 30 mit UVA im Kreis hat UVA-Schutz von 10).
  2. …hat ein geringes Risiko, Allergien auszulösen. Jeder Stoff kann Allergien auslösen, aber manche stärker als andere. Deine Filter sollten mit möglichst geringer Wahrscheinlichkeit allergische Reaktionen auslösen. Das Siegel des Deutschen Allergie- und Asthmabund bietet hier eine gute Hilfestellung.
  3. …ist nach dem Auftragen nicht sichtbar. Um die Anwenderfreundlichkeit zu optimieren, sollten UV-Filter nach dem Auftragen der Creme keine weißen Spuren hinterlassen. Manche Filter, wie beispielsweise Zinkoxid- und Titanoxidfilter, verursachen weiße Schlieren. Je schneller und leichter Sonnencreme auf der Haut einzieht, desto eher wird sie von Konsument:innen auch angewendet.
  4. …hat eine lange Haltbarkeit. Filter können sich im Laufe der Zeit zersetzen, was bedeutet, dass sie ihre Wirksamkeit verlieren. Einige Wirkstoffe entfalten dabei eine krebserregende Wirkung.
  5. …wirkt auch bei direkter Sonnenlicht-Einstrahlung. Sonnenlicht kann einige chemische Filter zersetzen und ihre Wirksamkeit verringern. Daher braucht es eine Creme mit photostabilen Filtern. Die meisten modernen Filter erfüllen dieses Kriterium.
  6. …ist so umweltfreundlich wie möglich. Sonnencreme-Filter sind nicht ohne weiteres biologisch abbaubar und haben negative Auswirkungen auf die Umwelt. Welche Filter sind ordnungsgemäß als umweltfreundlich zertifiziert? Kleiner Tipp: Die Bezeichnung “Hawaiian Reef Safe” gibt es nicht wirklich. Dabei handelt sich lediglich um ein Verbot einiger Filter – was zwar ein guter Anfang ist, aber unserer Meinung nach noch nicht ausreicht. Mit dem EcoSun Pass® wurde eine transparente Methode entwickelt, um die Umweltverträglichkeit von Filtern zu bewerten.
  7. …verwendet so wenig Filter wie möglich. Je weniger Filter in einer Formulierung enthalten sind, desto besser ist sie für die Umwelt.

Die Filter-Mythen.

Als Anbieter von organischen Filtern haben wir schon viel Falsches über “natürliche mineralische Filter”, den an-organischen UV-Filtern gehört und gelesen. Alle Filter in Sonnencremes sind von Natur aus chemisch, daher ist eine Unterscheidung zwischen organischen und anorganischen UV-Filtern zutreffender.

Lasst uns also ein paar Dinge klarstellen:

Mythos 1: Mineralische Filter funktionieren wie kleine Spiegel.

Fest steht, dass alle Filter in erster Linie auf die gleiche Weise funktionieren: Und zwar durch Absorption, die die hochenergetische Strahlung in niederenergetische Wärme umwandelt. Nur etwa 10 % der Filterwirkung von anorganischen Filtern beruhen auf ihrer reflektierenden Eigenschaft.

Mythos 2: Es gibt natürliche und chemische UV-Filter.

Die grundlegenden Mineralien, die in an-organischen Filtern verwendet werden, kommen zwar in der Natur vor, werden aber erheblich umgewandelt, damit sie für die Verwendung als UV-Filter geeignet sind. Dieser Prozess ist energieintensiv und erfordert hohe Temperaturen und hochreaktive Chemikalien wie Schwefelsäure und Chlor, um beispielsweise Zink in Zinkoxid zu verwandeln. Dies hat mit „Natur“ nur noch wenig zu tun.

Mythos 3: Anorganische UV-Filter sind natürlich, umweltfreundlich und verlässlich.

Es gibt keinen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen Natürlichkeit, Toxizität und Umweltfreundlichkeit. Allerdings existieren viele natürliche Inhaltsstoffe, die für den Menschen giftig sind (z. B. Teile giftiger Pflanzen, Allergene usw.) oder sich negativ auf die Umwelt auswirken, wie z. B. fossiles Öl, da es nicht biologisch abbaubar ist und daher eine Gefahr für Wasserorganismen darstellt.

Umgekehrt bedeutet die Tatsache, dass ein Inhaltsstoff synthetisch ist, nicht zwangsläufig, dass dieser schädlich oder giftig für den Menschen ist. Wie so oft, gibt es gute und schlechte natürliche und synthetische Inhaltsstoffe.

Mythos 4: Chemische, sprich organische, Filter sind schlecht.

Seien wir ehrlich, es gibt durchaus auch problematische organische Filter auf dem Markt. Einige sind verboten, andere verschwinden wahrscheinlich so allmählich (z. B. Benzophenon-3). Wieder andere sind zugelassen, haben jedoch nachweißlich eine Hormon-ähnliche Wirkung (z.B. Octocrylene oder Homosalate). Die wichtigste Erkenntnis: Ein paar schlechte Äpfel verderben nicht den ganzen Haufen. Es gibt eine ganze Reihe moderner UV-Filter, die in der EU zugelassen sind und einen bomben Job machen.

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