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Die spannendsten Mythen über Sonne und Co.

Um Sonnencreme ranken sich viele Mythen.
Wir gehen ihnen auf den Grund.

Mythos 1: Ein Lichtschutzfaktor von 50 bedeutet, dass ich vor 50% der UV-Strahlung geschützt werde.

Wahrheitsgehalt: 5/95

Der Lichtschutzfaktor oder LSF auf Sonnencremes bezieht sich auf die UVB-Strahlung. An einem Tag mit mittlerer UV-Intensität und mit einem Hauttyp 2 (helle Haut, blonde Haare) beginnt die Haut nach 20 Minuten rot zu werden. Ein LSF 50 würde diese Zeit um das 50-Fache, also auf 1.000 Minuten, sprich über 16 Stunden, erhöhen. Je höher der LSF, desto länger ist die Schutzwirkung.

Die Schutzleistung vor der UVB-Strahlung ist bei einem LSF 50 bereits bei 98%. Ein LSF von 100 bietet 99% Schutz.

Mythos 2: Meine Sonnencreme hat LSF 50, also muss ich sie nicht so oft auftragen.

Wahrheitsgehalt: 50/50.

Aus rein wissenschaftlicher Sicht ist an diesem Mythos etwas Wahres dran, in der Realität sieht es jedoch anders aus. Ja, eine Sonnencreme mit höherem LSF bietet einen längeren Schutz (Multiplikator mit Eigenschutz-Zeit) – unter Laborbedingungen. Das Problem dabei: Wir verbringen unser Leben nicht im Labor. Wir bewegen uns, gehen schwimmen, wälzen uns mit den Kindern im Sand, wischen die Haut mit einem Handtuch ab und so weiter. Deshalb gilt: Alle zwei bis vier Stunden sollest du dich neu eincremen, auch mit LSF 50.

Mythos 3: Meine Sonnencreme ist wasserfest, also muss ich nach dem Schwimmen oder Schwitzen nicht nachcremen.

Wahrheitsgehalt: 10/90

Beginnen wir mit der Frage, was der Begriff „wasserfest“ überhaupt bedeutet. Der Standardtest sieht folgendermaßen aus: Nach dem Auftragen der Creme folgen ein 20-minütiges heißes Bad, eine 15-minütige Pause sowie weitere 20 Minuten im Whirlpool. Anschließend wird der Lichtschutzfaktor gemessen. Wenn die Creme mehr als 50 % des angegebenen Lichtschutzfaktors beibehält, kann sie als wasserfest bezeichnet werden.

Hierbei ergibt sich jedoch ein gravierendes Problem: Viele Verbraucher denken, eine als „wasserfest“ bezeichnete Creme biete auch nach dem Schwimmen noch den gleichen Schutz – was eindeutig nicht der Fall ist – und wiegen sich in falscher Sicherheit. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die Tatsache, dass die Creme nach dem Schwimmen durch das Abtrocken mit dem Handtuch abgerieben wird. Ein erneutes Auftragen ist somit unbedingt erforderlich.

Deswegen gilt auch hier die Devise: alle zwei Stunden neu eincremen.

Mythos 4: Wenn ich regelmäßig Sonnencreme benutze, bekomme ich nicht genug Vitamin D.

Wahrheitsgehalt: 5/95

Selbst bei „militanter“ Verwendung von Sonnencreme ist es unwahrscheinlich, dass man in Deutschland im Sommer einen Vitamin-D-Mangel aufgrund fehlender Sonneneinstrahlung entwickelt. Einige Marken profitieren offensichtlich von der Werbung mit “Pro Vitamin D”. Dabei gibt es keine soliden wissenschaftlichen Beweise für die Notwendigkeit, ganz davon abgesehen, dass nicht definiert ist, was  “Pro Vitamin D” eigentlich bedeutet und wie es in unseren Körper gelangt.

Wenn du Symptome eines Vitamin-D-Mangels (z. B. Müdigkeit, Knochenschmerzen, Muskelschwäche, Schmerzen, Krämpfe oder Stimmungsschwankungen) an dir feststellst oder ein erhöhtes Risiko aufweist (dunklere Haut, älter als 50 Jahre), solltest du deinen Vitamin-D-Spiegel messen lassen. Dies ist ein durchaus wichtiges Thema, unabhängig von Sonnencreme-Gewohnheiten.

Aus wissenschaftlicher Sicht überwiegen die Schäden, welche UV-Strahlung verursachen kann, bei weitem die Risiken eines Vitamin-D-Mangels, zumal letzterer durch Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden kann.

Mythos 5: Ich brauche keine Sonnencreme, wenn es bewölkt oder kalt ist.

Wahrheitsgehalt: 5/95

UVB-Strahlung ist für Sonnenbrand verantwortlich und dieser sollte unter allen Umständen vermieden werden. Hautalterung und letztlich der nicht-melanome Hautkrebs (NMSC) werden durch die kumulative Menge an UVA-Strahlung verursacht, die über Jahre hinweg in die Haut eindringt. Richtig, Jahre! Ein Problem für dein zukünftiges Ich – nicht für dein heutiges.

Dieser UVA-Strahlung bist du das ganze Jahr über ausgesetzt. Im Sommer mehr als im Winter, aber die Intensität nimmt nicht so stark ab wie die der UVB-Strahlung – UVA-Strahlung kommt und kommt und kommt.

Tu‘ deinem zukünftigen Ich einen großen Gefallen und halte UVA-Strahlen durch die tägliche Nutzung einer Sonnencreme mit Breidbandschutz von deiner Haut fern.

Mythos 6: Mit dunkler Hautfarbe kann ich auf Sonnencreme verzichten.

Wahrheitsgehalt: 10/90

Dunkle Haut verbrennt zwar nicht so leicht wie helle, bei übermäßiger Aussetzung kann die Sonne trotzdem zu Hautschäden und Verbrennungen führen. Dermatologen empfehlen die Nutzung von UV-Schutz unabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe oder Herkunft. Denn niemand ist leider vor Hautkrebs gefeit.

Mythos 7: Unterschiedliche Körperareale benötigen unterschiedliche Cremes.

Wahrheitsgehalt: 5/95

Es stimmt zwar, dass einige Cremes für Gesicht und Körper unterschiedlich konzipiert sind, aber das ist eine reine Marketinggeschichte. Alles, was du brauchst, ist eine Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor, die sich leicht und auftragen und verteilen lässt.

Mythos 8: Mineralische UV-Filter sind natürliche und damit die besten Filter, sie wirken wie kleine Spiegel.

Wahrheitsgehalt: 0

Wir haben lange nach der Quelle für diese Behauptung gesucht, konnten sie aber nicht finden. Zwar basieren die zwei „mineralischen“ Lichtschutzfilter, Zinkoxid und Titandioxid, auf einem natürlichen Element (Zink und Titan), doch die Herstellung ist ein chemischer Prozeß der mit Natur relativ wenig zu tun hat (Aufarbeitung und Reinigung unter Einsatz konzentrierter Säuren (Schwefelsäure), Laugen oder Chlorgas, Temp. 500 bis >1500°C).

Ihre Funktionsweise ist die Absorption (Umwandlung von UV-Strahlung in Wärme), genau die gleiche wie bei anderen Filtern. Die Spiegelgeschichte macht kaum einen Unterschied. Desweiteren sind mineralische Filter nicht die umweltschonendsten UV-Filter. Zinkoxid wird beispielsweise in der Gefahrstoffliste als toxisch für die Gewässer ausgezeichnet.

Mythos 9: Erst rot, dann braun.

Wahrheitsgehalt: 50/50

Es ist zutreffend, dass die Haut in den ersten Tagen der Sommersaison wahrscheinlich etwas blasser ist und sich daher schneller rötet, bevor das Melanin (Farbstoff in der Haut) ein wenig hochgefahren ist. Eine Bräunung ist ein Zeichen dafür, dass die Haut zu viel Sonne abbekommen hat, geschädigt wurde und die Melaninproduktion als Selbstschutzmechanismus für die zukünftige Sonnenexposition aktiviert hat. Gut, dass es diesen Mechanismus gibt, noch besser ist es allerdings, gar nicht erst rot zu werden 😉.

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